Pflege der Geselligkeit und des Brauchtums

Schon nach der Inflation der zwanziger Jahre waren die „Jungbauern“ der bäuerlichen Bevölkerung Viernheims ein Begriff. In den Wintermonaten vermehrten sie bei Vortragsabenden ihr Fachwissen, und der Geselligkeit zollten sie mit ihren Fastnachtsabenden , Sommertagsumzügen, und Erntedankfest ihren Tribut. Nach 1945 übernahm die „Viernheimer Landjugend“ beiderlei Geschlechts diese Tradition mit Veranstaltungen, die den einstigen Ratskellersaal bis auf den letzten Platz füllten. Unter der Regie Hans Schneiders, Geschäftsführer der Landwirtschaftlichen Warengenossenschaft, hatten die Erntedankfeste jahrelang hohes Niveau, dem auch die Geistlichkeit und die Stadtprominenz ihre Anerkenung nicht versagten.
Nicht unerwähnt bleibe die in den dreißiger Jahren gegründete Ortsbauernschaft, die berufsständische Organisationen der Viernheimer Landwirte, die 1945 bis 1965 von Johann Georg Haas 3. geleitet wurde. Seit 1965 trägt Hans Bugert als sein Nachfolger den Titel „Ortslandwirt“.